Besteck richtig in die Spülmaschine einräumen
Besteck gehört für die meisten Haushalte ganz selbstverständlich in die Spülmaschine. Messer, Gabeln und Löffel werden nach dem Essen eingesammelt, in den Besteckkorb gesteckt oder in die Besteckschublade gelegt und gemeinsam mit Tellern, Gläsern und Töpfen gereinigt. Trotzdem entstehen gerade beim Besteck immer wieder Probleme. Einzelne Teile werden nicht vollständig sauber, Löffel kleben aneinander, auf Messern bleiben Speisereste zurück oder nach dem Spülen erscheinen plötzlich Flecken auf der Oberfläche. Häufig liegt das nicht am Geschirrspüler selbst, sondern daran, wie das Besteck eingeräumt wurde. Mit einigen einfachen Gewohnheiten lässt sich die Reinigungswirkung verbessern und gleichzeitig das Risiko von Kratzern, Flugrost und Verletzungen verringern.
Besteckkorb oder Besteckschublade?
Moderne Geschirrspüler verwenden unterschiedliche Systeme für die Unterbringung des Bestecks. Bei klassischen Geräten befindet sich im unteren Geschirrkorb ein herausnehmbarer Besteckkorb. Neuere Modelle besitzen häufig eine zusätzliche flache Schublade ganz oben in der Maschine.
Beide Varianten funktionieren grundsätzlich gut. Sie stellen allerdings unterschiedliche Anforderungen an das Einräumen.
Im Besteckkorb stehen die einzelnen Teile relativ eng nebeneinander. Das Einräumen geht schnell, dafür können Löffel und Gabeln leichter aneinanderliegen und sich gegenseitig abschirmen.
In einer Besteckschublade wird jedes Teil dagegen einzeln abgelegt. Dadurch erreicht das Wasser die Oberflächen besser und die einzelnen Besteckteile kommen während des Spülvorgangs weniger miteinander in Kontakt.
Welche Variante besser ist, hängt deshalb nicht nur von der Reinigungsleistung, sondern auch von den persönlichen Gewohnheiten ab.
Warum die Lage des Bestecks wichtig ist
Ein Geschirrspüler reinigt nicht dadurch, dass das Geschirr vollständig in Wasser liegt. Rotierende Sprüharme verteilen Wasser und Reinigungsmittel unter Druck im Innenraum.
Damit ein Besteckteil sauber wird, muss das Wasser seine verschmutzten Flächen erreichen können.
Liegen zwei Löffel exakt ineinander, entsteht zwischen ihnen ein geschützter Bereich. Dort erreicht nur wenig Wasser die Oberfläche. Ähnliche Probleme entstehen, wenn mehrere Messer dicht aneinanderliegen oder Gabeln zu einem kompakten Bündel zusammengesteckt werden.
Beim Einräumen geht es deshalb vor allem darum, möglichst viele Oberflächen für das Spülwasser zugänglich zu halten.
Löffel sollten nicht ineinanderliegen
Löffel gehören zu den problematischsten Besteckteilen in einem klassischen Besteckkorb. Aufgrund ihrer gewölbten Form können mehrere Löffel nahezu perfekt ineinanderpassen.
Was bei der Aufbewahrung Platz spart, ist beim Spülen ungünstig.
Zwischen den Löffelflächen kann das Wasser kaum zirkulieren. Nach dem Spülgang befinden sich dann möglicherweise noch Speisereste oder ein schmieriger Film auf einzelnen Teilen.
Deshalb sollten Löffel möglichst locker verteilt werden. Werden sie gemeinsam mit Gabeln und anderen Besteckteilen in unterschiedliche Fächer des Korbes gestellt, verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie vollständig aneinanderliegen.
Unterschiedliche Besteckteile ruhig mischen
Ordnungsliebende Menschen neigen dazu, alle Gabeln in ein Fach, alle Messer in das nächste und sämtliche Löffel in ein weiteres Fach zu stellen. Für das spätere Ausräumen ist das praktisch.
Für die Reinigung muss diese Sortierung jedoch nicht optimal sein.
Werden unterschiedliche Besteckformen miteinander gemischt, liegen die einzelnen Teile seltener vollständig aufeinander. Eine Gabel schirmt einen Löffel weniger stark ab als ein zweiter gleich geformter Löffel.
Gerade in einem voll beladenen Besteckkorb kann ein gemischtes Einräumen daher die Reinigungswirkung verbessern.
Bei einer Besteckschublade ist dieser Effekt weniger wichtig, weil die einzelnen Teile dort ohnehin getrennt voneinander liegen.
Mit dem Griff nach oben oder nach unten?
Bei kaum einer Frage zum Einräumen von Besteck gibt es so unterschiedliche Gewohnheiten. Manche Haushalte stellen Gabeln und Löffel grundsätzlich mit dem Griff nach unten in den Besteckkorb. Andere machen es genau umgekehrt.
Aus Sicht der Reinigung hat die Position mit dem Griff nach unten einen Vorteil: Die verschmutzte Arbeitsfläche des Bestecks zeigt nach oben und ist für das Spülwasser besonders gut erreichbar.
Aus hygienischer Sicht beim Ausräumen spricht wiederum einiges dafür, das Besteck am Griff anfassen zu können, ohne die später mit Lebensmitteln oder dem Mund in Kontakt kommende Fläche zu berühren.
Bei stumpfen Besteckteilen kann man deshalb beide Aspekte gegeneinander abwägen. Noch wichtiger als eine starre Regel ist, dass die Teile nicht dicht gepackt werden und das Wasser überall herankommt.
Scharfe Messer gehören mit der Spitze nach unten
Bei scharfen Messern ist die Situation eindeutiger. Hier steht die Sicherheit im Vordergrund.
Ragen scharfe Messerspitzen nach oben aus einem Besteckkorb, kann man beim Einräumen oder Ausräumen leicht hineingreifen. Besonders gefährlich wird dies, wenn das Messer zwischen anderen Besteckteilen kaum sichtbar ist.
Scharfe Messer sollten deshalb so eingeräumt werden, dass von ihnen keine Verletzungsgefahr ausgeht.
Bei einem klassischen Besteckkorb bedeutet das normalerweise, die Spitze nach unten zu stellen. In einer Besteckschublade werden Messer flach in die dafür vorgesehenen Halterungen gelegt.
Sehr hochwertige Küchenmesser gehören allerdings häufig überhaupt nicht in die Spülmaschine.
Gute Küchenmesser besser mit der Hand reinigen
Tafelmesser und hochwertige Küchenmesser dürfen nicht miteinander verwechselt werden. Ein gewöhnliches Messer aus einem Besteckset ist in der Regel für die tägliche Reinigung im Geschirrspüler ausgelegt, sofern der Hersteller nichts anderes angibt.
Ein hochwertiges Kochmesser stellt andere Anforderungen.
Die Kombination aus aggressivem Spülmittel, hoher Temperatur, langer Feuchtigkeitseinwirkung und möglichem Kontakt mit anderen Metallgegenständen kann Klinge und Schneide stärker beanspruchen. Besonders scharfe Messer können außerdem durch Kontakt mit anderen Gegenständen schneller stumpf werden.
Hochwertige Koch-, Brot- und Spezialmesser werden deshalb häufig besser unmittelbar nach der Benutzung von Hand gereinigt und anschließend getrocknet.
Tafelmesser benötigen etwas Abstand
Auch normale Tafelmesser sollten nicht möglichst dicht nebeneinander in den Besteckkorb gesteckt werden.
Die breite Fläche der Messerklingen kann andere Besteckteile abschirmen. Mehrere dicht stehende Messer bilden zudem Bereiche, in denen das Spülwasser schlechter zirkuliert.
Eine lockere Verteilung verbessert die Reinigung.
Bei Bestecksets mit empfindlichen polierten Oberflächen kann etwas Abstand zusätzlich verhindern, dass die Teile während des Spülprogramms permanent gegeneinanderschlagen und dadurch feine Gebrauchsspuren entstehen.
Die Besteckschublade erleichtert die Trennung
Eine Besteckschublade hat den Vorteil, dass Messer, Gabeln und Löffel normalerweise nicht als Bündel nebeneinanderstehen. Jedes Teil wird in eine eigene Position gelegt.
Dadurch bleiben die Oberflächen besser zugänglich.
Beim Einräumen sollte man darauf achten, dass die Besteckteile nicht übereinanderliegen. Besonders große Suppenlöffel, Servierlöffel oder Küchenhelfer können sonst Teile darunter verdecken.
Viele Schubladen besitzen außerdem spezielle Bereiche für Messer oder besonders große Besteckteile. Diese sollten genutzt werden, damit die vorgesehenen Abstände erhalten bleiben.
Nicht jedes Besteck passt in die Spülmaschine
Edelstahlbesteck ist heute weit verbreitet und häufig ausdrücklich für die Reinigung im Geschirrspüler geeignet. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Besteck automatisch maschinenfest ist.
Silberbesteck, versilberte Bestecke, Besteck mit Holzgriffen, verklebte Bestandteile oder dekorative Beschichtungen können empfindlicher reagieren.
Auch farbige Bestecke in Schwarz, Gold, Kupfer oder anderen Oberflächenvarianten sollten nur dann regelmäßig in der Spülmaschine gereinigt werden, wenn der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt.
Bei unbekanntem oder älterem Besteck lohnt sich deshalb ein Blick auf Material und Pflegehinweise, bevor es gemeinsam mit dem täglichen Edelstahlbesteck in die Maschine kommt.
Silber und Edelstahl nicht unnötig zusammenpressen
Unterschiedliche Metalle können in feuchter Umgebung miteinander reagieren. Besonders bei empfindlichem Silberbesteck ist deshalb Vorsicht sinnvoll.
Silber- beziehungsweise versilberte Teile sollten nicht eng mit Edelstahlteilen zusammenliegen und sich während des Spülvorgangs dauerhaft berühren.
Wer wertvolles Silberbesteck besitzt, sollte ohnehin die Pflegeempfehlungen des Herstellers beachten. Manche Silberbestecke sind grundsätzlich spülmaschinengeeignet, andere werden besser von Hand gereinigt.
Die einfache Regel „Besteck ist Besteck“ reicht deshalb bei unterschiedlichen Materialien nicht aus.
Stark salzige Speisereste nicht lange antrocknen lassen
Edelstahl ist widerstandsfähig, aber nicht vollkommen unempfindlich gegenüber jeder Umgebung. Besonders salzhaltige oder saure Speisereste sollten nicht über Tage auf dem Besteck verbleiben.
Problematisch wird dies beispielsweise, wenn eine nur halb gefüllte Spülmaschine mehrere Tage lang gesammelt wird.
Ketchup, Senf, Mayonnaise, salzhaltige Saucen, Essig oder andere Lebensmittelreste können dann lange auf der Metalloberfläche einwirken.
Ein vollständiges Vorspülen ist bei modernen Spülmaschinen normalerweise nicht notwendig. Grobe und besonders aggressive Rückstände können jedoch entfernt werden, wenn das Besteck längere Zeit auf den nächsten Spülgang warten muss.
Grobe Speisereste vorher abstreifen
Eine Spülmaschine ist kein Abfalleimer. Größere Essensreste sollten deshalb schon vor dem Einräumen entfernt werden.
Das gilt auch für Besteck.
Kleben größere Stücke Käse, Teig, Reis oder andere Lebensmittel an Gabeln und Löffeln, können sie sich während des Spülvorgangs lösen und Filter oder andere Bereiche der Maschine belasten.
Ein kurzes Abstreifen genügt meistens. Das Besteck muss deshalb nicht unter fließendem Wasser vollständig sauber gespült werden, bevor die Maschine überhaupt mit ihrer Arbeit beginnt.
Eingetrocknete Reste sind schwieriger zu entfernen
Bestimmte Lebensmittel haften besonders hartnäckig an Besteck. Getrocknetes Eigelb, Teigreste, Käse oder stärkehaltige Speisen können nach mehreren Stunden deutlich schwerer zu entfernen sein.
Wird eine Spülmaschine nur alle paar Tage eingeschaltet, kann ein kurzes Einweichen beziehungsweise das frühzeitige Entfernen solcher Rückstände helfen.
Viele moderne Geräte besitzen außerdem Vorspül- oder Kurzprogramme, die verwendet werden können, wenn das eigentliche Reinigungsprogramm erst später gestartet wird.
Damit lässt sich vermeiden, dass Speisereste vollständig eintrocknen.
Besteckkorb nicht überfüllen
Ein großer Besteckkorb vermittelt schnell den Eindruck, dass noch ein Messer oder noch ein Löffel hineinpasst. Irgendwann stehen die Teile jedoch so dicht, dass die Reinigungsleistung deutlich nachlässt.
Wasser benötigt Zwischenräume.
Sind die einzelnen Fächer komplett vollgestopft, erreichen die Wasserstrahlen nicht mehr alle Oberflächen. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Löffel aneinanderkleben.
Eine etwas lockerere Beladung führt deshalb häufig zu saubererem Besteck als ein randvoller Korb.
Lange Küchenhelfer können die Sprüharme blockieren
Nicht nur klassisches Essbesteck landet im Geschirrspüler. Kochlöffel, Pfannenwender, Schneebesen oder große Servierbestecke werden häufig ebenfalls hineingelegt.
Dabei ist ihre Länge entscheidend.
Ragt ein langes Küchenwerkzeug durch den Geschirrkorb nach unten, kann es den darunterliegenden Sprüharm blockieren. Die Maschine läuft dann scheinbar normal, während sich der Sprüharm nicht vollständig drehen kann.
Das Ergebnis ist nicht nur schlecht gereinigtes Besteck. Auch Teller, Töpfe und andere Teile der gesamten Maschinenladung können verschmutzt bleiben.
Nach dem Einräumen sollte deshalb kurz überprüft werden, ob sich die Sprüharme frei drehen können.
Große Besteckteile besser separat einräumen
Suppenkellen, große Servierlöffel, Tortenheber und andere lange Küchenhelfer benötigen mehr Platz als gewöhnliches Essbesteck.
In einen normalen Besteckkorb passen sie häufig nur schlecht.
Viele Geschirrspüler besitzen deshalb Ablagen oder Bereiche im oberen Korb beziehungsweise in der Besteckschublade, die speziell für größere Utensilien vorgesehen sind.
Werden solche Teile flach abgelegt, sollte die verschmutzte Fläche möglichst nicht vollständig auf einem anderen Gegenstand aufliegen.
Auch hier gilt die wichtigste Grundregel: Das Spülwasser muss die Oberfläche erreichen können.
Warum nach dem Spülen manchmal Wasser auf Löffeln steht
Die Vertiefung eines Löffels kann beim falschen Einräumen kleine Mengen Wasser auffangen. Besonders in Besteckschubladen fällt dies gelegentlich auf.
Liegt der Löffel nahezu waagerecht mit der Wölbung nach unten und der Vertiefung nach oben, bleibt nach dem letzten Spülgang leichter Wasser darin stehen.
Je nach Konstruktion der Schublade kann es deshalb sinnvoll sein, die Löffel so einzulegen, wie es die vorgesehenen Halterungen nahelegen. Meist stehen oder liegen sie dadurch leicht schräg.
Das Wasser kann besser ablaufen und die Trocknung verbessert sich.
Wasserflecken sind nicht automatisch ein Materialfehler
Nach der Spülmaschine können auf glänzendem Besteck helle Flecken oder Schlieren sichtbar bleiben. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Edelstahl beschädigt wurde.
Häufig handelt es sich um Mineralrückstände aus dem Wasser.
Wie stark diese sichtbar werden, hängt unter anderem von der Wasserhärte, der Einstellung der Enthärtungsanlage, der Klarspülermenge und der Trocknung ab.
Auf hochglanzpoliertem Besteck fallen solche Rückstände besonders deutlich auf. Mattierte Oberflächen kaschieren sie häufig besser.
Flugrost kann von anderen Gegenständen stammen
Braune Punkte auf Edelstahlbesteck werden häufig vorschnell dem Besteck selbst zugeschrieben. Tatsächlich kann sogenannter Flugrost von einem anderen Metallgegenstand stammen.
Mögliche Quellen sind ältere Messer, beschädigte Küchenutensilien oder Stellen am Geschirrkorb, an denen die schützende Kunststoffbeschichtung fehlt.
Die Rostpartikel werden während des Spülvorgangs verteilt und können sich anschließend auf Edelstahloberflächen absetzen.
Wer wiederholt Flugrost findet, sollte deshalb nicht nur das betroffene Besteck reinigen, sondern auch die übrigen Gegenstände und die Spülmaschine nach einer Rostquelle absuchen.
Regeneriersalz sorgfältig nachfüllen
Regeneriersalz gehört in den dafür vorgesehenen Behälter der Spülmaschine. Beim Nachfüllen können jedoch Salzkörner oder Salzlösung in den Innenraum gelangen.
Bleiben größere Mengen Salz dort über längere Zeit liegen, können sie Metalloberflächen belasten.
Verschüttetes Salz sollte deshalb nicht einfach bis zum nächsten Spülgang in der Maschine verbleiben. Nach dem Nachfüllen empfiehlt es sich, entsprechend der Bedienungsanleitung des Geräts ein geeignetes Programm zu starten.
Auch der Deckel des Salzbehälters sollte korrekt geschlossen sein.
Zu viel Reiniger macht Besteck nicht automatisch sauberer
Wenn Besteck nach dem Spülen nicht sauber ist, erscheint mehr Spülmittel zunächst als einfache Lösung. Eine Überdosierung verbessert das Ergebnis jedoch nicht zwangsläufig.
Geschirrspüler sind auf bestimmte Mengen und Konzentrationen ausgelegt. Eine falsche Dosierung kann Rückstände verursachen und belastet Material, Maschine und Umwelt unnötig.
Bei regelmäßig schlechtem Reinigungsergebnis sollte deshalb zuerst geprüft werden, ob Sprüharme frei sind, Filter gereinigt werden müssen, die Maschine richtig beladen ist und das verwendete Programm zum Verschmutzungsgrad passt.
Das Einräumen ist häufig der einfachere Ansatzpunkt.
Nach Programmende sollte das Besteck trocknen können
Ist das Spülprogramm beendet, verbleibt je nach Gerät noch Feuchtigkeit im Innenraum.
Moderne Maschinen besitzen unterschiedliche Trocknungssysteme. Manche öffnen die Tür am Ende automatisch, andere halten die Feuchtigkeit weitgehend im geschlossenen Gerät.
Besteck sollte jedenfalls nicht unnötig über sehr lange Zeit feucht bleiben.
Besonders bei empfindlichen Materialien oder wenn bereits Fleckenprobleme bestehen, ist eine gute Trocknung sinnvoll. Verbleibende Wassertropfen können bei Bedarf mit einem weichen Tuch entfernt werden.
Beim Ausräumen mit dem unteren Korb beginnen
Beim Ausräumen eines Geschirrspülers ist eine einfache Reihenfolge sinnvoll: zuerst unten, anschließend oben.
Im oberen Korb und in einer Besteckschublade können sich nach dem Programm noch kleine Wassermengen befinden. Wird zuerst oben ausgeräumt oder der Korb bewegt, können Tropfen auf das bereits trockene Geschirr darunter fallen.
Wer zuerst den unteren Geschirrkorb leert, vermeidet dieses Problem.
Bei einer Maschine mit Besteckschublade wird diese entsprechend zuletzt ausgeräumt.
Saubere Hände beim Ausräumen sind sinnvoll
Besteck kommt beim Essen direkt mit Mund und Lebensmitteln in Kontakt. Deshalb lohnt es sich, beim Ausräumen möglichst die Griffe anzufassen.
Wer einen Löffel direkt an der Laffe oder eine Gabel an den Zinken greift, überträgt die eigenen Fingerabdrücke und möglicherweise Verunreinigungen auf die Fläche, die später benutzt wird.
Besonders wenn das Besteck unmittelbar für einen gedeckten Tisch vorbereitet wird, ist das unnötig.
Eine Besteckschublade macht das Greifen am Griff meist besonders einfach, weil die Teile geordnet nebeneinanderliegen.
Besteck nach dem Spülen kontrollieren
Beim täglichen Einräumen in den Besteckkasten genügt normalerweise ein kurzer Blick.
Sind noch Speisereste vorhanden, sollte das betreffende Teil erneut gereinigt werden. Das gilt auch für auffällige Rostpunkte oder stärkere Verfärbungen.
Solche Veränderungen werden am besten frühzeitig behandelt. Ein kleiner Flugrostpunkt lässt sich beispielsweise leichter beseitigen, bevor er lange auf der Oberfläche verbleibt.
Wer sein Besteck regelmäßig benutzt, braucht dafür keine aufwendige Kontrolle. Meist fallen ungewöhnliche Veränderungen ohnehin beim Ausräumen auf.
Ein Besteckkasten schützt nach der Reinigung
Nach der Spülmaschine sollte das saubere Besteck nicht einfach lose gemeinsam mit sämtlichen Küchenwerkzeugen in eine Schublade geworfen werden.
Ein Besteckkasten trennt Messer, Gabeln und Löffel voneinander und schützt sie gleichzeitig vor unnötigem Kontakt mit Scheren, Dosenöffnern oder anderen harten Gegenständen.
Gerade hochglanzpoliertes Besteck kann dadurch länger ansehnlich bleiben.
Vor dem Einräumen sollte das Besteck vollständig trocken sein. In einer geschlossenen Schublade kann verbliebene Feuchtigkeit nur schlecht entweichen.
Teures Besteck braucht nicht zwangsläufig Sonderbehandlung
Ein hochwertiges Edelstahlbesteck ist in vielen Fällen ausdrücklich für die tägliche Nutzung und die Reinigung in der Spülmaschine hergestellt worden.
Es muss deshalb nicht nach jeder Mahlzeit von Hand poliert werden.
Entscheidend sind vielmehr die Herstellerangaben und vernünftige Pflege. Wird ein spülmaschinengeeignetes Besteck locker eingeräumt, nicht tagelang mit aggressiven Speiseresten liegen gelassen und anschließend trocken aufbewahrt, benötigt es normalerweise keinen außergewöhnlichen Aufwand.
Gerade darin liegt einer der großen Vorteile moderner Edelstahlbestecke.
Bei beschichtetem Besteck gelten zusätzliche Regeln
Schwarzes, goldenes oder kupferfarbenes Besteck wird immer beliebter. Die sichtbare Oberfläche entsteht dabei nicht allein durch die Grundlegierung des Bestecks.
Je nach Herstellungsverfahren kommen zusätzliche Beschichtungen beziehungsweise Oberflächenbehandlungen zum Einsatz.
Ob diese dauerhaft für die Spülmaschine geeignet sind, muss der jeweilige Hersteller angeben. Selbst wenn ein farbiges Besteck als spülmaschinengeeignet verkauft wird, kann eine schonende Behandlung dazu beitragen, die Optik länger zu erhalten.
Aggressive Scheuermittel und harte Schwämme sind bei solchen Oberflächen besonders ungünstig.
Holzgriffe gehören meistens nicht dauerhaft in die Maschine
Besteck und Küchenutensilien mit Holzgriffen sehen attraktiv aus, reagieren aber anders auf Wasser und Hitze als Edelstahl.
Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen, aufquellen, austrocknen oder Risse entwickeln. Wiederholte Spülgänge mit hohen Temperaturen und starken Reinigungsmitteln können diese Veränderungen beschleunigen.
Deshalb werden viele Gegenstände mit Holzbestandteilen besser von Hand gereinigt.
Dass der metallische Teil eines Bestecks spülmaschinengeeignet wäre, bedeutet nicht automatisch, dass dies auch für den Griff gilt.
Richtiges Einräumen spart Nacharbeit
Die wenigen Sekunden, die beim sorgfältigen Einräumen benötigt werden, können später viel Arbeit ersparen.
Locker verteilte Löffel werden zuverlässiger sauber. Scharfe Messer verursachen weniger Verletzungsgefahr. Lange Küchenhelfer blockieren keine Sprüharme und empfindliche Besteckteile werden nicht unnötig aneinandergerieben.
Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Teile ein zweites Mal gespült oder anschließend von Hand gereinigt werden müssen.
Richtiges Einräumen ist deshalb keine übertriebene Haushaltswissenschaft, sondern eine einfache Möglichkeit, die vorhandene Spülmaschine besser zu nutzen.
Fazit: Besteck locker einräumen und dem Wasser Platz lassen
Die wichtigste Regel für sauberes Besteck ist erstaunlich einfach: Messer, Gabeln und Löffel dürfen nicht so dicht gepackt werden, dass das Spülwasser ihre Oberflächen nicht mehr erreicht.
In einem klassischen Besteckkorb hilft es, verschiedene Besteckarten zu mischen und insbesondere Löffel nicht ineinanderliegen zu lassen. Scharfe Messer werden aus Sicherheitsgründen mit der Spitze nach unten eingeräumt oder in einer dafür vorgesehenen Besteckschublade abgelegt. Hochwertige Küchenmesser sollten dagegen häufig besser von Hand gereinigt werden.
Auch Material und Zustand des Bestecks spielen eine Rolle. Silber, beschichtete Oberflächen, Holzgriffe und besondere Messer benötigen gegebenenfalls eine andere Pflege als gewöhnliches Edelstahlbesteck.
Wer zusätzlich darauf achtet, den Korb nicht zu überfüllen, lange Küchenhelfer von den Sprüharmen fernzuhalten und rostende Gegenstände aus der Maschine zu entfernen, hat bereits die wichtigsten Fehler vermieden. So kommt das Besteck nicht nur sauberer aus der Spülmaschine, sondern bleibt bei richtiger Pflege auch langfristig ansehnlich.